Maikka fuhr fort: — Wir üben uns hier im Ring- und Reigenspiel, im Springen und Schlagen. Nimm theil, Grege!

Das war wieder mit der bezwingend lieben Stimme gesagt und mit dem süßen Sprühen der dunklen Augen begleitet.

Bevor Grege überlegte und zu irgend etwas entschlossen war, hatte er schon einen langen Stab in der Hand und stand in Reih und Glied und machte, so gut es gehen wollte, die kommandirten Sprünge mit. Dergleichen hatte er noch nie erlebt. Nicht einmal zur Empörung und zum Widerspruche wurde ihm in diesem „freien Lande“ Zeit gelassen. Ohne Besinnen wurde er mit fortgerissen.

Eine Pause. Lachend und plaudernd standen Alle, so zwanglos wie möglich, jedoch ohne die Reihe aufzulösen.

Maikka trat, mit lieblich geröthetem Antlitz, denn sie hatte alle Sprünge mit ausgeführt, auf Grege zu: — Wie gefällt es Dir?

Grege: — In Teuta hätte mich’s verrückt gemacht.

— Und hier beglückt es Dich, das ist der Unterschied! fiel ihm Maikka in’s Wort.

Mit zweimaligem Aufsetzen der Sprungstange flog sie wieder an ihren Platz vor der ersten Reihe. Sie kommandirte einen Sing-Reigen, der von der Hälfte

der Jünglinge und Jungfrauen, paarweise am Stabe verschlungen, ausgeführt wurde.

Der Gast aus Teuta konnte nicht genug schauen, so anmuthig und heldenhaft schön waren die Bewegungen und Stellungen dieser blühenden Menschen, und so jubelnd und innig ihr Gesang. Er glaubte die Verse zu vernehmen: