— Ein Dach, Fenster, eine Thür.

— Sehr gut geantwortet. Und zur Thür treten wir ein.

— Durch die Thür, Maikka, nicht zur Thür.

— Himmel, macht der Schüler Fortschritte. Jetzt ist er schon über seinen Meister und korrigirt ihn.

— Nicht Meister, Meisterin, mit Verlaub.

— Wer sagt Dir, Grege, daß ich eine Meisterin bin, also ein Weib? Bin ich denn ein Weib? Was weißt Du vom Weibe? Dann müßtest Du ja ein Mann sein! Bist Du ein Mann? Dann müßtest Du ja das Weib lieben! Und Du liebst mich ja nicht. Also!

— Das ist eine tolle Geschichte, murmelte er erhitzt.

— Nein, das ist keine tolle Geschichte, das ist ein logischer Schluß, Du verzauberter Prinz aus Märchenland.

Und sie schritt hart an seiner Seite und drängte ihn mit einem Druck, ihrer Schulter links vom Pfad in einen langen Gang von wilden Weinranken, der gerad auf das Haus zuführte. Sie hielt plötzlich vor Grege still und hauchte in fieberhafter Erregung, athemlos: — Gieb mir einen Kuß. Ich verdurste.

Und er küßte sie auf die duftigen Haare und auf die Stirn.