Sie aber schlang sich an seinem Körper in die Höhe, suchte seinen Mund mit ihren Lippen und saugte sich daran fest.

In jäher Leidenschaft loderte Greges Blut. Er preßte Maikka, daß sie aufschrie und zu Boden fiel, wie er plötzlich die Arme öffnete.

Als er sich den Mund wischte, fand sich Blut an seinen Händen, an der Stelle von Jalas Stern.

— Du bist eine Wilde, knirschte er.

— Du bist ein, Starker, stöhnte sie am Boden. Ich fürchte, Du hast mir weh gethan.

— Wer wohnt in dem Hause?

— Niemand außer Ingeborg, meiner Großmutter. Willst Du sie kennen lernen? Dann komm! Heb’ mich auf, ich bitte Dich.

Er nahm sie auf seine Arme und trug sie wie ein Kind, festen Schritts durch die Laube über die Schwelle. Da stellte er sie nieder.

Die Thür war offen. Niemand in der Wohnung. Die Stube ganz einfach, sauber und behaglich, wie in Erwartung lieber Gäste. Durch die Fenster ein Blick wie ins Paradies. An den Wänden ein paar seltsame alte Bilder und Uhren, auf dem Sims altes, blaues Porzellan und mattglänzende Zinngefäße. Ueber einem großen, tiefen, lederbezogenen Lehnstuhl ragte das Bild einer gravitätischen alten Dame, mit einer wunderbaren großen Haube von blendendem Weiß.

— Das ist Großmutter. Das Bild ist von mir gemalt. Gefällt es Dir? Ich werde Dich auch malen.