Sie legte Grege eine kurze lederne Kniehose vor, einen langen hellen Rock, dazu eine rothe, pelzbesetzte Mütze und einen Tuchmantel von grauer Farbe.
— Daß ich’s nicht vergesse, auch ein großes Gürtelmesser mußt Du Dir an die Seite stecken. Von Gestalt wie ein alter Nordlandskönig, darfst Du in der Kleidung schon ein wenig wie ein heutiger Bauer aus dem Gebirge aussehen.
Für sich wählte sie gleichfalls einen grauen Tuchmantel. Ihre übrige Tracht sollte aus einem weitärmeligen weißen Hemd, einem rothen Mieder und einem kurzen schwarzen Rock bestehen.
Den Kopf behielt sie unbedeckt, die dicken blonden Flechten ringsum wie einen schimmernden Rahmen mit goldenen Nadeln festgesteckt.
Grege hatte sich Surros bereitet und eine volle Tasche davon bereit gelegt. Maikka hingegen versah sich mit derberer Landkost, mit einer Schichte dünner Fladbrode und einem großen Stück gepökelten und gedörrten Rindfleisches, dazu nahm sie noch gedörrte Birnschnitze und Konserven.
— Soll das Alles verzehrt werden? fragte Grege.
— Je nachdem. Mit Schaugerichten wollen wir uns nicht belasten. Aber wir müssen für alle Fälle mit Nahrung versehen sein. Deine Surros flößen mir, wie Du weißt, wenig Vertrauen ein. Du hast nur Hunger, ich jedoch Appetit wie ein Wolf. Wir kommen in Meer- und Gletscherluft. Du hast die Eisprobe zu bestehen, Grege.
— Ich bin auf Alles gefaßt. Nichts schreckt mich mehr. Führe mich nur bald in das bewußte Asyl. Ich habe lange genug Glückliche gesehen. Nun will ich auch wieder das Unglück grüßen.
— Nur nicht pathetisch, Grege!
— Deine Warnung ist gut gemeint, aber überflüssig. Ich werde Niemand mehr mit zu viel Worten zur Last sein.