— Auch. Gut, Gentleman. Auch Teutaleute, sehr gut. O, das ist eine Historie, da komm’ ich sofort darauf zurück. Also wir verschaffen uns von diesen interessanten Völkerschaften auserlesene Exemplare — kein leichtes Geschäft, Gentleman, eine Tigerjagd ist nicht so schwierig und gefährlich, als einen gesunden Rassenmenschen auszuspähen und geräuschlos einzufangen, mein Wort darauf. Es giebt verdammte Hunde. Mein leiblicher Bruder ist dabei umgekommen, neulich erst . . .
Grege rückte einen Schritt zurück: — Keine Familienszenen, das wäre indiskret. Also Ihr habt die reinen Exemplare in Eurem Menschengarten, paart sie — was dann?
— Zur Fortpflanzung werden nur die Gelungensten zugelassen, und von deren Nachzucht wieder nur die Gelungensten, nach strenger Prüfung. Die mißlungenen Nachwuchsexemplare werden kastrirt.
— Das leuchtet mir ein. Und mit den Brauchbaren, die sich immer weiter vermehren, was geschieht da?
— Gut gefragt, Gentleman. Diese kommen als Setzlinge in unsere Kolonien, nach Afrika, und später, wenn wir ganz Europa haben, in ihre Originalländer, unter Aufsicht, daß sich die Geschichte nicht wieder kreuzt und verunreinigt. Bis die Menschheit vollständig umgepflanzt ist.
— Und wenn sich im Garten ein zu starker Ueberschuß ergiebt, oder wenn einzelne Paare durch Krankheit oder Tod zerrissen werden?
— Da giebt’s zu lachen, großartig, Gentleman. Reiche, vornehme Herrschaften, Damen und Herren, erlegen dem Staate hohe Werthe, dafür dürfen sie sich überzählige oder paarlose Individuen auswählen, zu sich nehmen, versteht Ihr, Gentleman? Auf bestimmte Zeit, nur so, damit es nicht wie Sklavenhandel aussieht. Wenn Wahlzeit ist, Gentleman, hui hui . . . und bei Prinzen und dergleichen Leuten auch wenn keine Wahlzeit ist, hui hui! Zu sich nehmen, auf Zeit, versteht Ihr den Humor von der Sache? Das Vergnügen an rasse-echtem Zeitvertreib? Versteht Ihr unseren Sport und seinen Witz, seinen sehr feinen Witz, Gentleman? Hui hui . . . Wir lieben die Welt, weil wir sie haben.
— Hm.
— Sehr gut, hm. Das muß man gesehen haben. Das ist eine Handvoll Guineas werth.
— Brechen zuweilen auch die Eingefangenen aus?