— Ja, so sind wir. So seid ihr. Ich nicht. Ich mache ein Ende. Heute noch. Ich habe Sehnsucht, loszukommen, ohne Hohn.
Diese Wendung überraschte Bim mehr, als Alles Uebrige. Also darauf spielten die krausen Wendungen und Worte. Aus sich selbst heraus kam dem edlen Minus der Ueberdruß, der Unmuth.
— Bedenke doch, Minus, wer uns auf den Posten gestellt. Und da sollen wir flüchten, ohne Noth, aus
trauriger Laune? Des Volkes Wohl ist uns anvertraut — —
— Des Volkes Wohl! Ich mache ihm meine Reverenz — —
— Gut denn. So sagen wir (und kost’ es mir den Kragen, wenn’s ein Späher hört), die Beherrschung des Volkes, was dasselbe ist, befriedigt Dich das nicht?
— Beherrschung? Fühlst Du das Zeug zu einem Herrscher, zu einem Gott in Dir, Bim? Ich hänge an meiner Schwäche. Ich rühme mich meiner Unvollkommenheit. Nicht die kleinste Herrgöttlichkeit reizt mich.
— Des Volkes Wohl liegt in seiner Beherrschung, Minus.
— Aber nicht mein Wohl. Und warum können wir das Volk beherrschen? Weil wir ihm die Flügel gestutzt und den Sinn verwirrt haben. Ein geistvolles Geschäft, über ein solches Volk zu herrschen!
— Das Volk ist mündig und frei in seinen Entschlüssen, Minus.