Minus hörte nicht mehr, in müden, schmerzlichen Gedanken versunken. Nie hätte er überhaupt den klugen, beschränkten Schwätzer so lange angehört, außer der Gewohnheit des Amtes, oder es sei denn, er spielte Komödie mit ihm, oder sich im Witz zu üben, oder in der Geduld. Aber heute! —

Die Hörröhrchen brannten förmlich im Ohr. Der Fernsprecher wußte ihm so wenig zu melden, wie der Fernseher. So oft er sich an den Spiegel wandte, es kam kein Bild. Und der Fernsprecher narrte ihn mit der Wiederholung altbekannter Dinge.

Endlich eine Nachricht, die wie ein Blitz auf seine Erwartung schlug.

— Spurlos verschwunden, stöhnte er nach einer Weile. Ao weiß nichts. Kein Mensch weiß was. Jala, Unglückliche!

— Jala, wie? Die schöne Blinde? Ich hatte sie in meiner Irren-Abtheilung zur Beobachtung. Dann entwich sie — —

— Das sagst Du mir jetzt erst?

— Fragtest Du?

— Nein, das wußte ich. Was weißt Du, daß ich nicht weiß? Berichte!

— Nichts von Belang. Ganz dem Gegenstande entsprechend. Sie entwich. Sie wird ein Ende gemacht haben. Sie war unheilbar. Unheilbar, aber still und unschädlich. Damit ist die Sache wohl erledigt. Teuta ist ruhig.

— Ich danke. Fahr’ ab, Bim, und hüte Deine Zunge.