— Ein Thier? Wo? Ich entdecke nichts. Sprich doch, wo?

— Es geht aufrecht wie ein suchender Mensch, ein wenig gebückt.

— Richtig. Wer kann denn zu dieser Stunde von den Unsrigen noch am Strande sein?

— Niemand von den Unsrigen. Das ist was Fremdes, sicher, was ganz Fremdes.

— Verirrtes, ohne Zweifel. Jetzt ist’s weg, rechts hinein. Am Ende doch nur ein Schatten, ein Wolkenschatten. Wollen wir nachsehen, Willem Mom? Meinst Du?

— Ja, wir wollen nachsehen, bevor der Mond wieder verschwindet.

Die Männer hatten erst wenige rutschende Schritte im feuchten Sande abwärts gethan, als in der That leichte Wölkchen, die wie Rauch an der Mondscheibe vorüberzogen, sich mehr und mehr verdichteten. Im Nu war das Spiel des Lichtes wieder in nächtiger Finsterniß verloren. Nur der weiße Strand grenzte noch in trüber Helle sich schwach von dem schwarzen Wasser ab.

— Mehr nach rechts, Willem Mom.

— Dort liegt’s, noch fünfzig Schritte. Hast Du eine Ahnung, was das sein könnte?

— Ein Mensch. Wir werden ja gleich sehen.