— Das geht bis zur Stupidität, sagte der Jüngere, um sich aus dem Zauber zu lösen, und über die Stupidität geht nichts.
— Ganz meine Meinung, bestätigte der Aeltere.
— Aber wird damit etwas wett gemacht? fragte Grege mit dunkeler Stimme, die Augen aufschlagend, wie im Traum.
— Diese Frage an das Schicksal steht uns Menschen immer frei. So oft wir sie auch wiederholen, klüger werden wir nicht dabei, erwiderte der Aeltere. Lass’ ruhig Deinen Bart wachsen, Grege, und wisch’ Dir den Mund. Wir thun das Gleiche.
Grege versank in Schweigen, das auf’s Neue zu einem schlummerähnlichen Zustand überleitete. Die Einförmigkeit der Bewegung war so unerschütterlich, daß er glaubte, er hinge still in der Luft, regungslos, und doch schwebte die Erde unter ihm fort und die Ereignisse nahmen ihren Gang. Aber er war so unbetheiligt an Allem — — so verwandelt — — —
Hinter seinen geschlossenen Augenlidern sah er in purpurner Nacht einen Stern blinken, geliebte erblindete Augen, feucht schimmernd von Thränen, von der Sehnsucht geweint und der Verzweiflung.
Die Angelos zuckten die Achseln über den Entschlummerten.
Der Aeltere zog ein feines Elfenbeinkämmchen aus der Tasche und strich damit seinen Bart.
— Originell ist er immerhin, dieser Typus.
— Eine Hilfe in dieser verwünschten Irrfahrt ist er uns freilich nicht. In normaler Lage wäre er seinen Preis werth. So aber kann er uns selbst theuer zu stehen kommen.