Die Strahlen der versinkenden Sonne schrägten über die schneeige Erde und lockten aus dem Weiß ein wunderbares Spiel zarter Farben.

Grege machte große Augen. Er strengte seine Sinne an.

Wie unfaßbar neu und von seltsamer Majestät war das Schauspiel, das die Erde aus dieser fabelhaften Höhe bot!

Gleich schwarzen Flecken saß das Wasser zwischen der Landschaft ewigen Schnees. Diese schwarzen Arabesken im Farbenspiel waren doch Wasser? Er mochte nicht fragen.

Die Gletschergipfel und die Zinken der Eisberge flammten auf wie ein Feuerwerk. Eine lange rosige Dämmerung legte sich darüber.

Schloß er die Augen, dann nahm die Nacht Alles unter ihren dunklen Mantel. In der Höhe aber brannten die Lichter des Himmels in kaltem, wundersamem Glanz.

Endlich kam das Prunkstück der Nacht, der volle goldene Mond, getragen von einem zuckenden Schimmer, der aus der Erde heraufzubrechen schien.

Selbst die Angelos verstummten vor dieser großartig einfachen Schönheit in dieser weltentrückten Höhe,

wo Alles nur in himmlischer Reinheit als Licht und Farbe wirkte, keine Form für sich bestand, außer in den Zuständen dieser beiden Medien und ihrer einzigen Idealität.

Keiner hätte vermocht, in Worte zu fassen, was sie bei diesem Tiefblick in das All und ihre eigene unwillkürlich erschauernde Seele empfanden, keiner ein Bild gefunden, um diese Stimmung auszudrücken. Es war das äußerste Raffinement des Reizes, den die Natur auf menschliche Wesen auszuüben vermochte, in diesen fremden Regionen.