— Mir auch, mir auch, Minus. Ach, ach, Theuerster!

— Jala ist aus Deiner Sippe. Mit allem schuldigen Respekt, Oberpriester, Herrlicheres habt ihr nie hervorgebracht.

— Sag’ Unglückseligeres. Könnten wir einen Schleier darüber breiten! Wir haben schon so Vieles vertuscht, zum gemeinen Wohl, ließe sich nicht auch dieses vertuschen? Denk’ nach, Minus!

— Wenn uns nicht zugleich dieser Grege abginge. Das Volk ist erregt. Er war sein Liebling. Soundso nährt die Gährung. Er läßt durchblicken, wir hätten diesen letzten königlichen Sproß beseitigt. Und es giebt kein Fest, wenn das Volk nicht dem Grege in’s Antlitz sehen kann.

Ao machte ein bekümmertes Gesicht.

— Können wir für ihn nicht einen Anderen unterschieben? Sag’, Minus, ginge das nicht? Es kommt doch nur auf die Illusion an. Nur auf die Illusion. Auf das Bild, das sich die Leute machen, suggestiv.

— Es giebt nicht seines Gleichen im Lande. Keiner ist so schön gewachsen wie er. Oder weißt Du Einen? Sein still gefaßter Geist ist so harmonisch entwickelt, wie seine Muskulatur. Mag hier ein Wunder der Vererbung vorliegen oder nicht, es ist so. Er überragt. Mag’s zum Grundgesetz unserer Weltgleichheit stimmen oder nicht, die Thatsache ist unfehlbar. Sag’ ich zuviel? Keiner hat seine heldische Würde, seinen Liebreiz, seinen Zauber, Ao. Er und Jala! Ist es nicht wie ein Symbol, daß Beide gleichzeitig verschwunden?

— Laß jetzt Jala aus dem Spiel. Die war keine öffentliche Person, keine Staatseinrichtung, sozusagen, aber Grege, freilich, der war Schauspiel von Staatswegen und Augenweide für Alle.

— Das Volk hatte seinen Narren an ihm gefressen.

— Ja, ja, Minus, das Volk! Es frißt auch wieder an einem Andern seinen Narren. Es will seine Komödie haben, das ist Alles.