— Wer? riefen Alle zugleich. Grege? Die Hauptperson unseres Zarathustra-Festes? Der unvergleichliche Uebermensch?

— Jawohl, Grege ist vom Schauplatz verschwunden.

Erst ging ein lebhaftes Murmeln und Geberdenspiel durch die Gruppe der Aeltesten, dann aber trat der Sprecher mit dem entschiedenen Worte auf:

— Fehlt uns Grege, so hat auch ihn Minus beseitigt. Minus hat ihn gemeuchelt.

Und die Anderen unterstützten ihn mit dem einhelligen Ruf: Das ist Minus’ Werk! Keiner ist listiger, als er.

Ao war außer sich. Sind das die guten, klugen, vergnügten Aeltesten vom Festbund? Das sind Empörer, Verleumder, Verschwörer. Aber er nahm all’ seine Kraft zusammen. Wenn je, so galt es jetzt, den Leuten Ueberlegenheit zu zeigen und sich die Zügel nicht entschlüpfen zu lassen. Das war ja einfach unheimlich, dieses Aufbäumen, diese Selbstherrlichkeit, dieses Losgehen auf eigene Faust. Wo wollte denn das hinaus? Was war in der Welt von Teuta vorgegangen?

Der Berathungssaal mit seinem gedämpften Licht, seinen stillen, tiefen Farben, seiner ruhigen, milden

Luft hatte selten so viel Aufregung zu schlucken gehabt, wie heute.

Von der Decke, aus den Ecken, aus jeder Falte der Tapeten und Teppiche schien dem Oberpriester der Widerhall des Widerspruchs in die Ohren zu klingen. Schlechte Musik fürwahr.

— Habt Ihr Euch ausgetobt, meine Freunde? Seid Ihr im Stande, ein Wort aus weisem Munde zu vernehmen?