daß Soundso den Tod des Minus herbeigeführt. Soundso sei zur kritischen Stunde beobachtet worden, wie er unter erschwerenden Umständen das Gemach des Minus verlassen. Soundso habe zweifellos ein Verbrechen begangen in der Absicht, das Zarathustra-Fest zu stören und das Volk gegen den hohen Rath aufzuwiegeln.

— Ich bitte Euch, liebe Freunde, wo steht mir der Kopf? jammerte der Oberpriester.

— Da ist eine Schraube im Weltmechanismus los, rief ein Aeltester.

— Dergleichen Dinge sind unerhört, einfach unerhört, fiel entrüstet der Sprecher ein. Der Glanz Teutas trübt sich.

Kaspe erschien, schmächtiger als je, fieberhaft aufgeregt.

— O, Du Unglücksbote! wimmerte ihm der Oberpriester entgegen. Beim heiligen Mysterium, wer bringt Ordnung in diese tolle Welt? Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Und diese guten Leute wissen es auch nicht. Oberrichter, Kluger der Klügsten, konntest Du nicht vorbauen?

— Was verlangt Ihr nicht Alles von meiner Wenigkeit. Ich thue, was meines Amtes ist. Die Ereignisse dieser Tage entzogen sich menschlicher Berechnung. Meine Häscher sind ausgesandt, Soundso aufzujagen und zu fangen.

— Ist denn der auch fort? fragte der Oberpriester bestürzt.

Kaspe nickte. Man wisse noch nichts Genaues.

Jedenfalls halte er sich versteckt. Titschi selbst habe ihn seit der Todtmeldung des Minus nicht mehr gesehen und vergeblich allerorts nach ihm gefragt. Seine Spur verliere sich in der Frauenhauptstadt, wohin er sich in Verkleidung begeben habe. Das sei die letzte sichere Nachricht, die man über den Verdächtigen erhalten.