Die Aeltesten steckten in heimlichen Reden die Köpfe zusammen.

Dann müsse man sich an Titschi halten. Der sei unter allen Umständen für seinen Gehilfen haftbar, meinte der Oberpriester. Sofort müsse er eingeladen werden, hier zu erscheinen. Und der Oberpriester ließ seine Hand auf dem Tastwerke spielen.

Ob ihre Anwesenheit jetzt noch nothwendig sei? fragte der Sprecher im Namen der Aeltesten. Ob man sie nicht zu einer späteren Stunde wieder herbescheiden wolle?

Ao antwortete nicht. Er lauschte mit eingesetzten Hörröhrchen.

— Wir müssen wegen des Zarathustra-Festes zu einem Beschlusse kommen, meine Freunde, verweilt noch.

— Wegen des Festes? zirpte Kaspe. Da ist nicht viel zu beschließen, dünkt mich, Hoheit Operpriester. Wir verkündigen dem Volke stille Zeit und verschieben das Fest. Von Staatswegen, Punktum.

— Das war auch mein erster Gedanke, bemerkte der Sprecher bescheiden. Und meine Mitältesten theilen ihn. Nur können wir die Verantwortung nicht tragen.

Das Volk erwartet von uns Vergnügen, nicht Entsagung und Trauer.

— Das Volk! Das Volk! zirpte Kaspe mit bitterem Lächeln. Soll’s das Volk besser haben, als wir vom hohen Rath? Das Volk wird sich in seine Rolle finden müssen, wie wir uns in die unserige finden. Suggerirt ihm das Zweckentsprechende, und es wird sich zufrieden geben. Es empfindet weiß oder schwarz, je nachdem es ihm vorgestellt wird.

Titschi ließ melden, er könne jetzt leider nicht abkommen, er habe alle Hände voll zu thun. Die Beschlüsse des Oberpriesters mache er unbesehen zu den seinigen.