— Auch der läßt uns im Stiche, jammerte der Oberpriester. Hörst Du, Kaspe, ich solle beschließen! Beim heiligen Mysterium, was soll ich denn beschließen?

Und sein Gesicht nahm einen bis zum Komischen dummen Ausdruck an.

Nun machte der hohe Oberrichter den Schlagfertigen, wie stets bei feierlichen Anlässen.

— Beschließe eine ergreifende Trauerkundgebung großen Stils für den herrlichen Minus! Zwar sei sein Tod geheimnißvoll, aber unwiderruflich, er soll den Leuten leid thun, aber sie nicht in allzutiefe Kümmerniß stürzen.

Der Sprecher der Aeltesten lächelte. Er nahm sich die Freiheit.

— Gefällt Dir meine Formel nicht? Sie ist überraschend, findest Du? Gerade das ist ihr Werth. Das Volk wird zur Abwechslung im Gefühle der Ueberraschung

sein Behagen finden und uns Zeit lassen, Alles auf’s Beste zu ordnen. Ich bitte Euch, Ihr Aeltesten, da Ihr nun doch eingeweiht seid, unterstützt uns und haltet reinen Mund über alles Unaufgeklärte. Sucht auch aus der Trauer Genuß und Kurzweil für das gute Volk zu schlagen.

— Ach, das Volk, wer hält uns das Volk vom Leibe! Dieses nimmersatte Ungeheuer! ächzte der Oberpriester.

Die Aeltesten aber grinsten dem Oberrichter freundlich zu.

— Gefällt Dir mein Vorschlag, Hoheit?