Das war nun allerdings das stärkste Stück, das der hohe Rath jemals dem Teutavolke geboten.

Die vergnügte Zarathustra-Feier mußte verschoben werden auf unbestimmte Zeit, um der großen Trauerkundgebung willen zu Ehren des Minus, und die Trauerkundgebung konnte nicht stattfinden, weil sich der Leichnam der verstorbenen Hoheit aus dem Staube gemacht. Fabelhaft!

Man fand nicht einmal Zeugen, den Tod des Minus festzustellen.

Der die erste Nachricht vom Tode des hohen Oberlehrers dem obersten Diplomaten überbrachte, war allerdings eine vertrauenerweckende amtliche Person, Soundso.

Aber als Soundso als einziger Augenzeuge über die näheren Umstände des überraschenden Todesfalls vernommen werden sollte, war er verschwunden. Und als man die Leiche zu einer imposanten Trauerkundgebung verwerthen wollte, war von ihr nirgends eine Spur zu entdecken.

Konnte die Erscheinung des Todtenantlitzes im Fernseh-Spiegel des hohen Rathes auf Täuschung beruht haben? Oder auf Suggestion oder sonst einer Betrügerei?

Alle diese so schwer genommenen Vorgänge spielten sich natürlicher Weise nur im engsten Kreise von drei oder vier Personen des hohen Rathes und der Aeltesten ab.

Das Volk wußte auch nicht eine Silbe davon, oder wenigstens nicht mehr, als man für gut fand, ihm direkt oder indirekt mittheilen zu lassen.

Unanfechtbar waren bloß zwei Thatsachen: Titschi lag im Bett und redete sich auf die Folgen der Ueberanstrengung ohne nähere Begründung hinaus, und Soundso vermochte trotz der eifrigsten Bemühungen nicht zur Stelle gebracht zu werden.

Und ein Todtenpomp als Ersatz für die diesmalige Zarathustra-Feier erwies sich als unmöglich, da nicht der geringste passende Leichnam aufzutreiben war. Die Ungeheuerlichkeit einer großartigen öffentlichen Leichenfeier ohne Leichnam konnte nicht einmal mehr von dem Oberpriester Ao ernsthaft in Erwägung gezogen werden.