Liebe und Glück! Sind sie immer zusammen, diese beiden?
Oder kann ich auch ohne Liebe ein wenig Glück in der Ehe finden? Ich bin schon jetzt entschlossen, den Antrag dieses Mannes anzunehmen. Ich bin ihm zugetan und ich glaube, er ist ein Mann, den man achten muß. Daß ich zu ihm aufsehe, wie zu einem Halbgott, wie man es so oft in überschwenglichen Romanen liest, das verlangt er nicht von mir. – Und ich würde es auch nicht tun. —
Mr. Siegel schickt mir soeben einen Brief. —
Nicht eigentlich einen Brief, es sind vielmehr Aufzeichnungen über sein Leben und Wirken. Kurz und prägnant, ganz wie er selbst. —
Als sechzehnjähriger Junge aus Deutschland ausgewandert, hat er in Amerika so ziemlich alles versucht, was Arbeit heißt, bis er durch Zufall nach Chikago verschlagen worden ist.
Mit fünf Cents in der Tasche ist er dort angekommen, heute besitzt er eine große Fleischkonservenfabrik und beschäftigt bereits über hundert Personen.
Das ist gewiß etwas! Für mich ist es die erste Staffel auf der Leiter. – Ich bin mir bewußt, daß wir, falls ich die Gattin dieses Mannes werde, auf dieser Staffel nicht stehen bleiben werden. —
Hat mich das Leben um das Schönste betrogen, so soll es mir dafür etwas anderes geben: Reichtum.
Und dieser Mann ist dazu wie geschaffen, mit ihm muß es sich gut und sicher wandern lassen. —