Lou zumal ließ keine Ruhe mehr.

»I should like to see the boy in this funny uniform« ist ihr ständiger Ausspruch.

Er dient in Hannover, und ich freue mich, die Stadt bei dieser Gelegenheit kennen zu lernen. —


Meine Lou ist eine erwachsene junge Dame geworden, und ich habe es beinahe nicht bemerkt.

Es wird mir schwer, mich darein zu finden, für mich ist sie noch immer das Kind, mein kleiner Liebling, mein Wildfang. —

Aber was hilft es mir? Sie ist neunzehn Jahre, und ich denke mit Schrecken daran, daß eines Tages ein Mann kommt und sie mir fortnimmt.

Elternlos! Man zieht die Kinder für andere groß, um im Alter einsamer zu sein als je zuvor. —

Ich werde in Cherbourg den Dampfer verlassen und mich einige Wochen in Paris aufhalten. Wir müssen neue Kleider haben, damit mein Junge mit seiner Schwester Staat machen kann. Und für Lou will ich eine gewandte Zofe engagieren, die auch mir etwas behilflich sein kann. Meine alte Hannah wird zu steif, ich konnte sie diesmal gar nicht mitnehmen. Ich muß die alte, treue Seele sowieso etwas entlasten. Wenn wir nach Hannover kommen, muß Lou als vollendete Dame auftreten, und diese Französinnen verstehen ihr Geschäft. — —