Sind es auch mir liebe Gäste?
Sie sind es! Aus vollem, aufrichtigem Herzen kann ich es sagen. Die Einsamkeit, die viele Menschen lastend empfinden, mir ist sie eine Erholung; ein köstliches Insichselbstversenken. —
Auch die bösen Erinnerungen meiner frühesten Jugend schrecken mich nicht mehr, obgleich es ein köstlich Ding sein muß, beim Rückblick auf die durchwanderte Strecke nur Gutes und Schönes zu sehen.
Doch ich will nicht ungerecht sein; es ist wohl wenigen beschieden, nur Rosen im Garten des Lebens zu pflücken. —
Als ich vor sechs Jahren am Sterbebette der Großmutter stand – und sie mir sagte: »Du hast alles wieder gut gemacht, mein Kind,« da habe ich mich sehr gefreut. Die Anerkennung aus diesem Munde tat mir wohl.
Auch ich selbst habe das Bewußtsein, daß ich vor dem strengsten Richter bestehen könnte, wenn die Abrechnung kommt. —
Ich wohne nun in New York und widme mich ganz meinen schon lange gehegten Lieblingsplänen, der Bekämpfung des Mädchenhandels. —
Wo fände sich ein dankbareres Feld als gerade hier?
Und doch, es ist schwer zu arbeiten: bei so wenig Entgegenkommen von Seiten der Behörden, besonders der Polizei. —