Dann wich die tolle Volksmenge unter Verwünschungen zurück, rannte nach den Vorstädten, überall plündernd, Fenster und Türen zertrümmernd.

Was war denn nur geschehen, daß das Volk meuterte, daß offene Rebellion und Aufruhr herrschte?

Es war ein Naturereignis, welches drohend am Himmel stand, ein Gestirn, das stündlich an Größe zuzunehmen schien.

Ein Komet war es, wie man auf der Erde noch keinen zweiten gesehen. Ein Schweifstern, der einer ungeheuren dahinschwebenden Feuermasse ähnelte.

Als der Komet vor Wochen im Weltenraum auftauchte, war er von den Himmelskundigen bald gesehen, beobachtet, aber durchaus nicht gefürchtet.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich nun die schreckliche Kunde, daß der Komet sich der Erde nahe und mit ihr zusammentreffen werde. Die feurige Gasmasse würde die Luft, welche den Erdball umgibt, verzehren und dadurch alles Leben vernichten. Zu gleicher Zeit würde auch ein schrecklicher Zusammenstoß des Kometen mit der Erde erfolgen.

Als die Nachricht zuerst gehört wurde, lachte man darüber, aber das Lachen sollte bald verstummen.

Der anfangs so unansehnliche Komet wuchs mit unbeschreiblicher Schnelligkeit, je näher er der Erde kam.

Natürlich gab sich die Regierung die größte Mühe, den Schrecken zu bannen, aber vergeblich.

Da half kein Verbot, kein strenger Befehl, daß die Zeitungen keine Berichte über das Fortschreiten des Kometen bringen durften. Umsonst konfiszierte man hier und dort die Blätter; es war unmöglich, die Katastrophe aufzuhalten.