Der Gelehrte zog ein Stück Papier hervor.

„Sie lautet folgendermaßen,“ begann er. „Melden Sie auf der Stelle im Residenzschlosse, daß sich in dieser Nacht in der Mitternachtsstunde einige treue, zuverlässige und bewaffnete Männer in der Nähe des Pavillons aufhalten sollen. Es gilt jemand festzuhalten, der auf rätselhafte Weise den Schloßpark betreten kann. Es handelt sich auch um die Sicherheit einer hochstehenden Person, der Gefahr zu drohen scheint.“

„Das ist alles,“ setzte der Gelehrte hinzu.

Da trat der Prinz hinzu.

„Ich weiß zwar auch nicht, was es bedeutet,“ hob er an. „Aber ich bin überzeugt, daß der rätselhafte Maskierte zurückgekehrt ist und daß diese Nachricht etwas Wichtiges bedeutet. Ich werde gleich die nötigen Vorkehrungen treffen.“

„Ja, tue es,“ sprach der Herrscher zum Prinzen. „Ich werde auch um Mitternacht im Parke sein. Ich muß wissen, was da vorgeht. Ich will alles erfahren.“

Der Prinz säumte keinen Augenblick, das geheimnisvolle Gebot, welches offenbar vom Luftpiraten ausging, zu erfüllen.

Es gab noch zuverlässige Leute genug, auf die man sich unbedingt verlassen konnte, vor allen Dingen auf die Schloßwache, eine aus altgedienten Soldaten bestehende Leibgarde.

Es waren erprobte Männer, tapfer, entschlossen, jeden Augenblick bereit, ihren letzten Blutstropfen für das Herrscherhaus und dessen Angehörige herzugeben.

Der Prinz beorderte diese Leibwache bei eintretender Nacht in den Schloßpark und wies den Bewaffneten selbst die Verstecke, in denen sie die Entwicklung der Dinge abwarten sollten.