„Vielleicht hat er längst den Untergang gefunden,“ meinte der Herrscher, auf den die Erscheinung des Luftpiraten gewaltigen Eindruck gemacht hatte. „Vielleicht hat er sich, den Untergang der Erde voraussehend, auf einen anderen Planeten hinübergerettet.“

Der Prinz schüttelte den Kopf und schwieg. Er gab die Hoffnung nicht auf. Er ahnte, daß er Kapitän Mors wiedersehen würde. Die Antwort konnte nicht direkt kommen, sondern sie wurde höchstwahrscheinlich durch Professor van Halen an jenen Gelehrten geschickt, mit dem er von Zeit zu Zeit Nachrichten wechselte.

Dieser Gelehrte weilte in der großen Sternwarte der Residenz, einem ausgedehnten, mit allen modernen Errungenschaften ausgestatteten Gebäude.

Dort befand sich auch eine Station für Funkentelegraphie, die aber in der letzten Zeit gar nicht benutzt worden war.

Ein recht unruhiger Tag war vorübergegangen. Gegen Abend trafen neue Nachrichten ein, die einen furchtbaren Aufstand ziemlich gewiß machten. Es war kein Zweifel, unruhige Elemente wurden aufgehetzt, die Unzufriedenheit geschürt. Das kaum unterdrückte Feuer drohte wieder emporzuflammen.

Sorgenvoll hatte der Herrscher die Berichte angehört.

„Es ist nichts mehr zu retten,“ sprach er. „Es kommt zur grauenvollsten Katastrophe.“

Da meldete der diensthabende Kammerherr einen neuen Besucher und mit Erstaunen, aber auch Erregung hörte der Herrscher den Namen des gelehrten Mannes, der mit Professor van Halen in Verbindung stehen sollte.

„Ich habe eine Botschaft von meinem Freunde,“ begann der Gelehrte, als er die fragenden Blicke des Herrschers gewahrte. „Ich habe sie mit der Funkentelegraphie empfangen. Die Nachricht lautet aber recht sonderbar. Ich kann eigentlich gar nicht daraus klug werden. Jedenfalls erhielt ich die Weisung, sie augenblicklich nach dem Residenzschloß zu bringen.“

„Und wie lautet die Botschaft?“ rief der mächtige Mann in gespanntester Erwartung.