«Spielen wir doch Karten», verlangte d’Anjou.
«Du möchtest ihn töten lassen», erklärte Henri, ohne sich zu ihnen hinzusetzen. Die Karten wurden gebracht und gemischt, niemand schien gehört zu haben. Plötzlich schlug Condé auf den Tisch.
«Er glaubt alles, weil Karl ihn seinen Vater nennt. Seine Frau ist abgereist nach seinem Schloß Châtillon. Er selbst sollte längst in Sicherheit sein.»
«Warum setzest du dich nicht, Navarra?» fragte d’Anjou etwas undeutlich, denn seine dicke Lippe zitterte. Er hatte Furcht.
«Weil ich hinaufgehe zu der Königin.»
«Geh nur! Deine Heirat erhält den Frieden. Möge die Hochzeit ewig dauern.»
«Ich will auch nachsehn, wie viele wieder fehlen: von meinen Leuten und von euren. Dein Hauptmann de Nançay, ich weiß jetzt, welcher Dienst ihn abhielt. Wo steckt nur der Mann, den du unter deinem Bett überraschtest, Guise? War es nicht ein Herr de Maurevert?»
«Ich kenn ihn nicht und hab ihn nie gesehn», schrie Guise ganz ohne edle Geziertheit. D’Anjou sagte ängstlich und meinte Navarra:
«Setz dich oder geh!»
Der Vetter hielt Henri zurück. «Weißt du nicht, in welchem Zustand du bist, Vetter? Deine Kleider sind zerrissen, dein Gesicht ist geschwärzt. Woher kommst du?»