«Wie die Sonne am Himmel», beteuerte er.

«Das ist nicht wahr.»

«Und sie sind dick!»

«Halte sofort die Schaukel an!»

Er tat es nicht, sondern ließ sie von selbst ausschwingen. Margot stieg ab, nahm zuerst seine Hilfe an, und dann schlug sie ihm mit aller Kraft ins Gesicht.

«Das habe ich verdient», sagte er und verzog vor Schmerz das Gesicht. Hierauf erfaßte er den Saum ihres Kleides und küßte ihn.

«Fang nicht wieder so an!» verlangte sie. «Du warst immer nur höflich und artig, das mag ich nicht. Heute zum erstenmal hast du richtig mit mir gesprochen.»

«Weil ich jetzt sicher weiß, daß du Beine hast wie die anderen Mädchen, aber schöner.»

«Nein, du weißt es noch nicht. Warte, bis wir beide größer sind!»

Hierauf schwieg sie, sah ihn nur an und bewegte dabei die rosige Spitze ihrer Zunge zwischen den Lippen. Ihr Gesicht hatte Farben wie ein auf Porzellan gemalter Pfirsich, nicht wie ein wirklicher. Der Junge unterschied niemals genau, ob sie ihn herausforderte oder abwies. Damit die Sache endlich klarwürde, fiel er über sie her und küßte sie gewalttätig. Margot verlor davon den Atem und lachte glücklich.