Um das ihr euch wie Diebe rauft?»
«Freund Du Bartas», sagte Henri, «wie kommt es nur, daß ein Hahn deiner Güte so bittere Worte findet. Die Mädchen werden dir davonlaufen!»
«Ich spreche sie auch nicht zu ihnen. Zu dir, lieber Prinz, spreche ich sie.»
«Und zu den Richtern. Du Bartas, vergiß die Richter nicht! Sonst bleiben dir nur noch deine bösen Könige.»
«Böse aus Blindheit seid ihr und sind wir Menschen alle. Man muß anfangen, sich zu bessern. Noch nicht die Mädchen, das kann ich noch nicht, aber die galanten Verse will ich mir völlig abgewöhnen. Ich mache in Zukunft nur geistliche.»
«Willst du denn schon sterben?» fragte der junge Henri.
«Ich will einst fallen in einer Schlacht für dich, Navarra, und für das Reich Gottes.»
Henri schwieg infolge dieser Worte. Ihretwegen behielt er auch das Gedicht im Kopf: «Ihr Könige, Knechte eures Wahnes», und in aller Stille beschloß er, niemals sollten Menschen tot auf Fluren liegen und ihm sein vergrößertes Gebiet bezahlen.
«Du Bartas», verlangte er plötzlich, «richte dich so hoch auf, wie du kannst!» Das tat der lange Edelmann, und sein Prinz blickte zu ihm hinan, ironisch, aber auch bewundernd.
«Siehst du von dort oben schon die liebe Madame Catherine mit ihrem großen Freudenhaus? Ihre schönen Ehrenfräulein erwarten euch.»