— Und was für ein Haus hast du denn, und was für Arbeit und was für Geld, Kleine . . .
— Monelle, sagte das Mädchen und drückte mir die Hand. Sie nennen mich Monelle. Unser Haus ist ein Haus, wo man spielt: wir haben die Arbeit davongejagt, und die Pfennige, die wir noch haben, die gab man uns für Kuchen.
Jeden Tag geh ich Kinder auf der Straße suchen, erzähle ihnen von unserem Haus und nehme sie mit. Und wir verstecken uns gut, daß man uns nicht findet. Die großen Leute wollen uns heim haben und nehmen uns, was wir haben. Und wir, wir wollen beisammen bleiben und spielen.
— Und was spielt ihr denn, kleine Monelle?
— Wir spielen alles. Die Großen, die machen sich Flinten und Pistolen; die andern spielen Federball oder Reif oder Seilspringen; andere tanzen Ringelreihen und nehmen sich bei den Händen; andere zeichnen auf die Scheiben schöne Bilder, die man niemals sieht, oder blasen Seifenkugeln; und andere ziehen ihre Puppen an und führen sie spazieren, und wir zählen an den Fingern der ganz Kleinen und machen sie lachen.
Das Haus, in das mich Monelle führte, schien zugemauerte Fenster zu haben. Es war von der Straße abgewandt, und all sein Licht kam aus einem tiefen Garten. Schon hier hörte ich glückliche Stimmen.
Drei Kinder sprangen auf uns zu.
— Monelle, Monelle! riefen sie, Monelle ist zurück!
Und sie sahen mich an und sagten leise:
— Wie ist der groß! wird er mit uns spielen, Monelle?