Da sprach sie, und, wie sonderbar, ihre Stimme war die gleiche an diesem dunklen Ort, und ich mußte weinen; und sie trocknete meine Tränen mit ihrem Haar, denn sie war ganz entblößt.
— O mein Liebling, sagte sie, du mußt nicht weinen; denn du brauchst deine Augen für die Arbeit, so lange man arbeitend leben wird; und die Zeit ist noch nicht gekommen. Und du darfst hier an diesem kalten und dunklen Ort nicht bleiben.
Ich schluckte und sagte zu ihr:
— O Monelle, du fürchtetest doch die Finsternis?
— Ich fürchte sie nicht mehr, sagte sie.
— O Monelle, aber du hattest Angst vor der Kälte wie vor der Hand eines Toten?
— Ich habe keine Angst vor der Kälte mehr, sagte sie.
— Und du bist ganz allein hier, ganz allein, ein Kind, und du weintest, wenn du allein warst.
— Ich bin nicht mehr allein, sagte sie; denn ich warte.
— O Monelle, wen erwartest du, in Schlaf zusammengerollt an diesem dunklen Ort?