Für uns ist jedes Verlangen ein neues, und wir verlangen nichts sonst als den lügnerischen Augenblick; alles Erinnern ist wahr, und wir haben uns von der Wahrheit losgesagt.

Und wir sehen die Arbeit an als verderblich, weil sie unser Leben festhält und es sich selber ähnlich macht.

Und wir sehen in jeder Gewöhnung etwas Verderbliches; denn sie hindert uns daran, daß wir uns neuen Lügen völlig hingeben.

Das waren die Worte derer, die uns führte.

Und ich bat Louvette, mit mir zu ihren Eltern zurückzukommen; aber ich sah in ihren Augen, daß sie mich nicht mehr wiedererkannte.

Die ganze Nacht lebte ich in einer Welt von Träumen und Lügen und versuchte die Unwissenheit zu lernen und die Täuschung und das Staunen des neugeborenen Kindes.

Die kleinen tanzenden Flammen sanken zusammen.

Da sah ich in der traurigen Nacht aufrichtige Kinder, die weinten, weil sie die Erinnerung noch nicht verloren hatten.

Und andere erfaßte plötzlich die Wut der Arbeit, und sie schnitten das Korn und banden es im Schatten zu Garben.

Und andere, die die Wahrheit kennen wollten, wandten ihr bleiches Gesicht der kalten Asche zu und starben erschauernd in ihren weißen Kleidern.