Hans Henning in Joppe und hohen Stiefeln, frisch und warm vom scharfen Ritt in der Winterluft.
»Na, Junge, wo kommst Du her?«
»Ja, ja, für Weihnachten noch ein bißchen früh, was?« Er begrüßte Fritzchen voller Freude. »Daß ich Sie aber auch gleich hier mit meinem Bruder treffen muß! Ich wollte Dir nämlich unversehens ins Haus brechen, Gregor.«
»Aber wie kommt das?«
»Ach, ein kleines liebenswürdiges Malheur. Da, sieh, meine linke Hand ist neulich beim Reiten verknaxelt. Habe dafür vier Wochen Urlaubszeit. Muß alle Tage zum Doktor und massieren lassen. Scheußliche Geduldsprobe, aber im übrigen bin ich gar nicht böse. Wo kommt Ihr denn her und wo wollt Ihr hin?«
Sie gaben beide keine rechte Antwort. Fritzchen dachte: Ich will ihm alles sagen! Sie öffnete schon den Mund, aber plötzlich durchfuhr sie ein neuer seltsamer Gedanke.
Diese Sache gehörte nicht ihr allein. Gregor mußte es auch wollen. Und Gregor –
Sie sah ihn an. Es war noch immer das wunderlich fremde Gesicht, das er hatte, als ob er eine Maske trüge.
Eine Angst überfiel sie. Was war das mit ihm? Wo war er? Was dachte er?
Sie schloß den Mund wieder. Sie fror, und ein unbestimmtes Bangen schüttelte sie.