Hinein.
Wie die Haustür knarrt mit dem altbekannten Ton! Da ist Jakob auf der Treppe.
Jakob? Gibt es denn noch Menschen?
»Was gibt's heut' wohl zu Mittag, gnädiges Fräulein?« sagt Jakob, der alte Schelm.
Sie steht in der Schulstube und weiß nicht, wie sie hereinkam. Es ist eiskalt hier, sie graut sich vor den acht Fenstern.
Da bleibt sie stehen, mitten im Raum, und schreit laut auf. – –
Das hat geholfen. Das starre, steife Entsetzen ist gelöst. Sie atmet wieder.
Sie weiß plötzlich alles – sie lächelt – sie glaubt plötzlich nichts. Welch ein Schreckbild hat sie geängstigt!
Sie geht an ihren alten zerschnitzten, staubigen Fenstertisch. Ein halb zerrissener Zettel liegt herum, sie nimmt ihn und schreibt darauf mit Bleistift.
»Ich habe Dich nicht verstanden. Meintest Du so, daß wir uns nichts mehr angingen? Aber das gibt es ja nicht. Du kannst mich doch nicht den einen Tag lieb haben und den anderen nicht? Bist Du mir über etwas böse, das ich getan habe? Warum sagtest Du das nicht –«