Als sie in die Helle traten, strich sie sich mit einem tiefen Aufatmen über das Gesicht.

Nun war es also doch so gekommen. Doch es konnte ja auch nicht anders sein. Gut, daß die Entscheidung vorüber war.

»Noch nichts sagen!« bat sie ihn.

»Aber bald – bald!« flehte er dagegen.

Frau v. Pohle sah sich nach ihnen um.

»Na ja!« dachte sie nur.

Fünfzehntes Kapitel.

Schloß Hohen-Leucken, das Dorf, das Moor, der See, die Pferde und Hunde, die Leute, der alte klobige Turm – das hat aufgehört zu existieren. Es ist wie ein Bild, das im Nebel zergeht.

Es wird Sommer über dem Moor, das Gras steht hoch, die Käfer schwirren, der alte Kahn zieht sich ganz voll Wasser und liegt auf dem Grunde – kommt denn das Fritzchen noch immer nicht, das hier zum Sommer gehört wie Gras und Käfer?

Der alte wilde Garten ist neu angelegt, ein Tennisplatz ist darin abgezäunt. Darin spielen weißbeschuhte Herren und junge Damen den halben Tag. Es sind jetzt überall neue große Fensterscheiben eingesetzt, der Turm dient zu Logierzwecken und hat elektrische Leitung.