„Weißt Du auch, Bäschen, daß Du mich furchtbar schlecht behandelst?“ fragte mein Vetter Robert entmutigt. „Kaum, daß man Dich alle heiligen Zeiten einmal zu Gesicht bekommt und da bist Du auch schon wieder unter irgend einem nichtigen Vorwand verschwunden. Aber wart nur, jetzt laß’ ich Dich nicht so bald wieder los. Da schau’, ich halte Dich“ und er zupfte mich neckisch am Zopf. Soll ich Dir mein neuestes Gedicht declamieren?“ Und ohne meine Antwort abzuwarten. „An Mimi“ heißt es.
„Von was soll ich denn singen,
Mir ist so weh ums Herz,
Dem Lenz kann ich nur bringen,
Ein Lied von Lieb und Schmerz.
Wohl viele Sänger sangen,
Im Frühling ist ’s gut lieben,
Und Herzen, die nie hangen,
Im Mai doch hängen blieben.
Und wenn der Liebe Wunde,