Die süße Aphrodite lächelt so spöttisch, wenn ich mich zu der eulentragenden, gelehrten Göttin flüchte, und die stolze Pallas grinst geradezu, wenn mich all mein Sein zur schönsten Göttin zieht. Schrecklich, schrecklich!“

So sann Monika vor sich hin, ging aus dem gepfiffenen Walzer in eine Polka über und hopste nach dem Takt derselben den sonnenbeschienenen Fußpfad entlang, von den wohlwollenden Blicken zweier alter Herren gefolgt.

Am nächsten Tage hatte Fräulein Doktor Stark eine private Unterhaltung mit Monika.

„Mir haben Damen Ihrer Klasse mitgeteilt, daß Sie Ihrer ganzen Auffassung nach vielleicht nicht geeignet sind...“

Monika unterbrach.

„Fräulein Doktor, ich habe mir einen harmlosen Scherz gemacht.“

„So? — Nun, jedenfalls interessiert es mich, zu erfahren, welchen Standpunkt Sie mit Bezug auf Ihre Studien einnehmen. Wie denken Sie sich Ihren Lebensgang überhaupt?“

„Zunächst will ich hier das Abiturientenexamen machen und dann...“

Monika stockte.

„Welchem Studium wollen Sie sich widmen? Medizin?“