Dann trat er zu Heinrichs Bett, hob die Augenlider des Bewußtlosen empor.
Die Pupillen waren zu winzigen Pünktchen verengert, reagierten überhaupt nicht auf das Einfallen des Lichts.
Das erstaunte Gesicht des Arztes ließ Monika zu einer Erklärung schreiten:
„Mein Bruder hat zu viel Morphium bekommen, Herr Doktor.“
„Ah, also eine Vergiftung.“
„Was? Eine Vergiftung? Herr Doktor, wie können Sie sowas sagen,“ jammerte in den höchsten Tönen des Entsetzens die Baronin, „wie sollte denn Heinrich zu einer Vergiftung gekommen sein?“
Der Arzt wandte sich ohne weiteres zu Monika, die so kurz wie möglich von Heinrichs Leiden sprach, von dem Morphium, das der Arzt verordnet.
„Und das hat er in Ihren Händen gelassen?“ verwunderte sich der kleine Arzt.
Er ließ sich die Flasche zeigen, betrachtete sie kopfschüttelnd.