„Nein!“ antwortete sie hart.
Es empörte sie, daß er diese Frage so an sie gestellt hatte, so als ob ein materielles Interesse je hätte mitsprechen können, sie zu fesseln.
Ja, wenn er vor ihr niedergestürzt wäre, wenn er ihr in heißer Qual entgegengerufen: „Bleib’, ich kann nicht leben ohne Dich!“, dann hätte sie wohl nicht den Mut gefunden, fortzugehen auf Nimmerwiedersehen.
Aber so sprach Georg von Wetterhelm nicht. Nach dem „Nein“, das sie ihm entgegengerufen, hatte er nur noch streng sachlich mit ihr die einzuleitende Scheidung besprochen, die wegen böswilliger Verlassung ihrerseits erfolgen werde. Sie würde eine Aufforderung erhalten, zu ihm zurückzukehren, und wenn sie dieser nicht Folge leiste, so erfolge ein Jahr nachher die gerichtliche Scheidung.
Und sie war gegangen auf Nimmerwiedersehn.
Als sie die erste Müdigkeit nach der langen Eisenbahnfahrt überwunden, hatte ein Gefühl von Energie sie durchflutet. Ein Bad, ein Glas Sherry, ein elegantes Kleid, und sie war zu Bertha gefahren.
Diese war entschieden so hilfsbereit gewesen, wie man es nur irgend erwarten konnte. Man hatte so manches verabredet.
Monika sollte eine Wohnung im selben Hause wie Bertha nehmen, sowohl ihres schmalen Geldbeutels wegen, als damit sie Anschluß habe.
Dann sollte sie erst mal in einigen Kollegs hospitieren, um sich dann endgültig zu entscheiden.