„Sie haben sicher eine Menge Vorzüge.“
„Monika, zu denken, daß es nur eines Wortes von Lork bedarf... und aus dem elenden Grau meiner Existenz wird ein Märchentraum.“
„Wenn Sie einen anderen lieben...“
„Ich liebe den nicht mehr. Ich habe eine gute Dosis Verstand, wissen Sie, und eine recht reichlich bemessene preußische Nüchternheit. Eine einseitige Liebe ist auf die Dauer nichts für mich! Es gibt ein altes Sprichwort: „Einer freut sich nie allein, es müssen immer zweie sein.“ Das klingt dumm, aber wahr ist es doch. Meine erste Liebe macht mir wirklich keine Kopfschmerzen mehr.“
„Und Sie lieben jetzt den Grafen Lork?“
„Lieben ist vielleicht ein etwas starker Ausdruck. Er gefällt mir unendlich! Und wenn er mich heiratete, würde ich bemüht sein, ihm eine gute Frau zu werden... Ach, Monika, helfen Sie mir!“
„Wie kann ich das?“
„Helfen Sie mir! Beeinflussen Sie ihn! Männer sind doch so leicht zu beeinflussen. Reden Sie ihm doch von mir, machen Sie mich ihm interessant, bitte...“
Zwei fieberheiße Hände griffen nach Monikas Händen und preßten sie in krampfhaftem Druck.