Und dann — endlich! — wurde an Monika gedacht.
Das war leichtere Arbeit. Sie zeigte sich von allem entzückt; was man ihr vorschlug, fand sie alles „großartig“ und „feenhaft“ und strahlte vor Seligkeit, als Frau von Holtz sich dann für hellblau entschieden, rund ausgeschnitten, als Garnierung Kirschblütenzweige.
„Und auch ins Haar? Auch ins Haar Kirschblüten?!“ fragte Monika flehend.
„Ja.“
Sie verstummte vor Begeisterung.
Und in Frau von Holtz stieg es wie ein bitteres Gefühl auf: wenn doch Marie etwas von Monikas warmherzigem Wesen gehabt hätte, von ihrer glücklichen Gemütsart, ihrer Dankbarkeit.
Und am Tage des Balles war es wieder ein Vergleich, der sich der Mutter aufdrängte, als sie die beiden in ihrem Staat sah.
Marie, deren Hagerkeit das duftige Kleid nicht milderte, mit dem straff frisierten Haar, von dem die Akazienblüten steif abstanden, und daneben Monika, die in ihrem Ballstaat eine ganz andere schien. Die wenig hübschen Kleider, die sie sonst trug, hatten ihrer blühenden Jugend Eintrag getan. Das Hellblau ihres neuen Kleides hob ihren prächtigen Teint hervor, — der runde Ausschnitt enthüllte vollendet schöne Schultern und Arme und darüber lachte das selige Kindergesicht, gutmütig strahlend, lebensdurstig, durstig nach Glück!!
Der Ball wurde für Monika ein Erfolg.