„Wir haben ja darüber noch gar nichts bestimmt,“ warf Frau von Teufel ein.
„Aber er küßt sie doch.“
„Theaterkuß!“ entschied die Teufelin. „Also bisher hätten wir: Ehemann: Herr von Hellrich, — der Junggeselle: Leutnant von Roßberg. Die Phantasie, — ja um alles in der Welt, wen könnten wir als Phantasie wählen?“
Monika mußte sich in die Lippen beißen, um nicht zu flehen: „Mich!!“
Sie hatte sich alles schon bis ins Detail ausgemalt: ein dekolletiertes, pfauenblaues Chiffongewand, — Orchideen in den Haaren, schillernde Schmetterlingsflügel an den Schultern.
Es traf sie wie ein Schlag, als jetzt Frau von Teufel sagte: „Ich denke, Violette Holl paßt dafür am besten. Mit ihrer stattlichen Erscheinung und den goldblonden Haaren. Also die Phantasie: Violette von Holl. — Die Sportsdame: ich!“
Ein nicht ganz zu unterdrückendes Erstaunen bemächtigte sich der Anwesenden. Niemand hatte geahnt, daß die Teufelin mitspielen wollte.
Sie selbst ging sehr schnell über diese Tatsache hinweg.
„Die Salondame: nun, vielleicht Frau von Roßberg, da das keine Rolle für ein junges Mädchen ist. Die Studentin: Fräulein von Holtz. Ich bin überzeugt, das liegt Ihnen, Fräulein Marie. Die Tänzerin: ich hatte Fräulein von Birken gedacht, aber Erika Holl bat so, ob sie nicht die Rolle haben könnte. Sie wird das ja auch sicherlich sehr graziös machen. Und das brave, junge Mädchen, ich denke, das ist für Fräulein von Birken.“