Und sie lachte ihn an mit blitzenden Zähnen.

Es hatte sich aus den Proben ein kleiner Flirt zwischen den beiden entwickelt.

Entschieden war Roßberg der amüsanteste und hübscheste der Leutnants. Daß er verheiratet war, störte Monika nicht. Im Gegenteil! Sie fand das „riesig pikant“. Und außerdem fand sie ihn „viel zu hübsch für seine Frau“.

Ihr gefiel Frau von Roßberg nun mal in keiner Weise, und sie äußerte zu ihrer Cousine, Roßberg habe dieses grinsende Trudchen gewiß ihres Geldes wegen geheiratet.

Marie war außer sich gewesen, hatte ihrer Freundin alle nur denkbaren Reize zugesprochen und behauptet, daß Roßberg seine Frau schon seit Jahren glühend liebe. Sie seien Nachbarskinder gewesen, und Trudchen sei Roßbergs erste, einzige und letzte Liebe.

Monika hatte sehr interessiert zugehört, hatte dann, ungehindert durch irgendwelche Rücksichtnahmen, die sie als „Gefühlsduseleien“ zu bezeichnen pflegte, weiter mit Roßberg kokettiert, der ihr in seiner leichtsinnigen Art die Cour machte.

Dieser Flirt wurde allseitig sehr harmlos aufgefaßt, selbst Frau Trudchen hatte nur ein amüsiertes Lächeln dafür. Die einzige, die die Neckereien zwischen Roßberg und Monika mit ernsthaftem Interesse verfolgte, war Marie. Mit lebhaftem Mißtrauen beobachtete sie jeden Blick ihrer Cousine, jedes Lächeln.

So auch heute wieder, als Monika und Roßberg in den Kulissen plauderten.

Von dem Platze aus, wo sie saß, konnte sie genau hören, was die beiden sich wieder zu erzählen hatten.