Auch ich Talent zum Ehemanne habe,

Denn ich bin phlegematisch, faul und grob —“

Monika schrie beinahe vor Vergnügen. „O, Herr von Roßberg, so ist es famos, viel hübscher, als ich es gedichtet habe. Sagen Sie’s so! Ja?“

„Ich werde mich schön hüten!“ erwiderte er ausdrucksvoll und ging seiner Gattin einen Schritt entgegen, die eben auf die Gruppe zukam.

Sie war im Ballkleid, in ihrer Rolle als Salondame, und drehte sich beifallheischend einmal um ihre eigene Achse, — „wie ein Fixstern“, erläuterte ihr Gatte.

Sie hatte ein creme Seidenkleid gewählt und trug rote Rosen am Ausschnitt.

Sie fand ein freundliches Wort für Maries Anzug, ihre Hauptbewunderung aber spendete sie in ihrer offenen Art Monika. „Zu lieb sehen Sie aus, Fräulein von Birken. Ein süßes Backfischchen! Daß Sie die ganze Sache gedichtet haben, das kann man gar nicht glauben.“

Graf Herckenstedt, der Regisseur, kam ganz aufgeregt angerannt und jammerte, daß wieder alles durcheinander laufe. Jetzt sei wieder Fräulein von Holl nicht zu finden. Dabei sah er aufmerksam in alle Ecken, als ob die große Violette sich in einer solchen verborgen haben könne.

Er atmete förmlich erlöst auf, als Fräulein von Holls Walkürengestalt endlich auftauchte, im Schmucke der nun endlich sitzenden Flügel, „anzuschauen wie Zeppelin 3“, erklärte Roßberg.