»Das steht fest: Brüder eines reichen Toten und Vertreter ausländischer Erben zu sein, die zurückgeblieben sind, ist jetzt der richtige Beruf für dich und mich, Sommerfett!«
Jeder andere wäre zufrieden gewesen mit einem solchen Haufen Gold; aber nein, sie mußten ihn zählen. Sie thatens und es fehlten vierhundertfünfzehn Dollars. Der König sagte:
»Verdammt! was hat er mit den vierhundertfünfzehn Dollars gemacht?«
Sie grübelten eine Zeit lang und suchten überall herum. Dann meinte der Herzog:
»Er war ja ein recht kranker Mann und hat wohl einen Irrtum begangen – das wird's wohl sein. Ich meine, es wird am besten sein, wir lassen die Sache auf sich beruhen und sagen nichts davon. Wir können das schon ablassen.«
»Ach, davon ist ja keine Rede, – ich denke an etwas anderes. Wir müssen sehr vorsichtig und genau in dieser Sache sein. Wir müssen das Geld hinaufnehmen und in Gegenwart der Anwesenden zählen, damit ja kein Verdacht geschöpft werden kann. Wenn nun der tote Mann da sagt, es sind sechstausend Dollars, dürfen wir nicht –«
»Halt!« rief der Herzog, »wir wollen das Fehlende dazuthun« – und er langte eine Handvoll Goldfüchse aus seiner Tasche heraus.
»Das ist eine famose Idee, Herzog – du hast einen aufgeweckten Kopf auf deinen Schultern,« rief der König. »Da hilft uns die ›non plus ultra‹-Einnahme gut aus« – und auch er langte nun Goldstücke aus seiner Tasche und stellte sie in gezählten Häufchen auf.
Es erschöpfte fast ihre ganze Barschaft, aber es machte die Sechstausend-Summe voll.