Feder und Papier wurden gebracht; der König setzte sich, hielt den Kopf nach einer Seite hinüber, biß sich auf die Zunge und schmierte was hin. Dann ging die Feder an den Herzog, dem's dabei recht unbehaglich zu Mute war. Doch ergriff er die Feder und schrieb. Dann wandte sich der Advokat an den alten Herrn und sagte:
»Ich bitte jetzt Sie und Ihren Bruder, einige Zeilen zu schreiben und Ihre Namen zu zeichnen.«
Der alte Herr schrieb, doch konnte es niemand lesen. Der Advokat machte ein erstauntes Gesicht und sprach:
»Na, jetzt hört alles auf!« – dann zog er eine Anzahl Briefe aus der Tasche und verglich die Handschriften. »Diese alten Briefe,« fuhr er fort, »sind von Harry Wilks – hier sind die zwei Handschriften seiner angeblichen Brüder – des ersten Paares – und man sieht sofort, daß sie die Briefe nicht geschrieben haben (König und Herzog sahen sehr verblüfft aus, als sie merkten, welche Falle ihnen der Anwalt gestellt hatte), dann ist hier die Handschrift des alten Herrn vom zweiten Paare, und man sieht auf den ersten Blick, daß er die Briefe auch nicht geschrieben hat – sein Gekritzel ist überhaupt keine Handschrift zu nennen. Hier hab' ich noch einige Briefe von –«
Da rief der alte Herr:
»Erlauben Sie mir gefälligst eine kleine Erklärung. Niemand außer meinem Bruder hier kann meine Handschrift lesen – darum kopiert er für mich. Sie haben in den Briefen seine Handschrift, nicht meine.«
»Na,« rief der Anwalt, »wo soll das hinaus? Ich habe einige von Williams Briefen; wenn Sie ihn ein paar Zeilen schreiben lassen, könnten wir ja vergl–«
»Er kann nicht mit der linken Hand schreiben,« entgegnete der alte Herr. »Könnte er die rechte Hand gebrauchen, so würden Sie gleich sehen, daß er seine eigenen und meine Briefe geschrieben hat. Vergleichen Sie die gefälligst, sie sind von derselben Hand.«
Der Anwalt that es und sagte: