»Siebenunddreißig Jahre! Und – kam in China heraus! So, da siehst du – so muß man's machen. Ich wollte nur, der Grund dieser Festung hier wäre aus Felsen, aus hartem, solidem Felsen!«
»Aber Jim kennt ja gar niemand in China! Der wird sich nicht dorthin sehnen!«
»Was hat das damit zu thun? Der andre Kerl in Dief kannte auch niemand dort. Aber du kommst immer vom Hauptpunkt ab und gerätst auf Seitenwege!«
»Gut! – was liegt mir dran, wo er herauskommt, meinethalben im Mond, ich meine, die Hauptsache ist, daß er herauskommt, und ich glaube, Jim denkt gerade so. Aber etwas müssen wir doch bedenken. Jim ist zu alt, um mit dem Taschenmesser ausgegraben zu werden, so lang' lebt der gar nicht mehr!«
»Das wird sich zeigen! Du denkst doch nicht, daß wir hier siebenunddreißig Jahre brauchen, um ein Loch in den Dreck zu wühlen?«
»Wie lang' werden wir denn wohl brauchen, Tom?«
»Na, so lang' wie wir eigentlich regelrecht brauchen sollten, können wir gar nicht wagen, denn Onkel Silas wird bald genug Wind bekommen, wer und woher Jim ist. Wer kann's wissen, wie bald Jim forttransportiert werden soll? Bei so unsicheren Umständen halt' ich fürs gescheiteste, wir graben so schnell wie möglich, und thun nachher, als wären's siebenunddreißig Jahre gewesen. Dann können wir ruhig sein und alles abwarten, und sobald sich die erste Gefahr zeigt, ihn herausholen und schleunig fortspedieren. So, denk' ich, wird's am besten sein!«
»Da liegt doch mal wirklich Verstand drin, den ich auch begreifen kann,« sag' ich, »›so thun‹ kostet nichts, ›so thun‹ ist Kinderspiel, und meinetwegen können wir thun, als seien's hundertundfünfzig Jahre gewesen. Na, will mal sehen, ob ich irgendwo ein paar tüchtige Taschenmesser erwischen kann.«