»Klar bei der Maschine jetzt!«

»Jawohl, Herr Bixby!«

»Sieben ein halb! Sieben Fuß! Sechs und –«

Wir berührten den Grund! Bixby setzte augenblicklich eine Reihe von Glocken in Bewegung, rief durch das Sprachrohr: »Nun Dampf her, was das Zeug hält!« und dann seinem Kollegen zu: »Hart an Bord mit dem Ruder! Hart über! Nochmal!« Das Dampfboot bahnte sich knirschend und ächzend den Weg durch den Sand, hing einen entsetzlichen Augenblick am Rande des Verderbens und glitt dann hinüber! Ein solches Jubelgeschrei, wie es sich jetzt hinter Bixby erhob, hat noch nie zuvor das Dach eines Ruderhauses erschüttert!

Jetzt waren alle Schwierigkeiten überwunden. Herr Bixby wurde in jener Nacht zum Helden, und seine Kollegen erzählten noch geraume Zeit von dieser Großthat.

Um sich einen ganz klaren Begriff zu machen von der wunderbaren Präzision, die erforderlich war, um den Dampfer in jener finstern Wasserwüste auf dem richtigen Wege zu halten, muß man wissen, daß das Boot sich nicht nur zwischen Baumstämmen und blinden Riffen hindurchzwängen und dann so dicht am oberen Ende der Insel hinfahren mußte, daß es das überhängende Laubwerk mit dem Heck berührte, sondern es mußte an einer Stelle beinahe in Armeslänge an einem gesunkenen, unsichtbaren Wrack vorbei, das ihm, wenn es darauf gestoßen wäre, den Boden fortgerissen und binnen fünf Minuten das Dampfschiff nebst Ladung im Gesamtwerte von etwa einer Viertelmillion Dollars und obendrein noch etwa hundert und fünfzig Menschenleben vernichtet hätte.

Die letzte Bemerkung, die ich in jener Nacht hörte, war ein Kompliment für Herrn Bixby, das einer der Gäste im Selbstgespräch und mit vieler Salbung äußerte. Derselbe sagte:

»Beim Schatten des Todes, er ist ein Blitzkerl von einem Lotsen.«


Kunst und Wissenschaft des Lotsen.