Ich erinnere mich noch, wie ich jenem Manne zum erstenmal entgegentrat. Das Boot hatte St. Louis verlassen und die Fahrt stromabwärts angetreten; ich stieg munter und fröhlich zum Steuerhaus hinan – sehr stolz, ein halbamtliches Mitglied der Arbeitsfamilie eines so schnellen und berühmten Dampfboots zu sein. Brown war am Steuerrad. Ich blieb in der Mitte des Raumes stehen, um meine Verbeugung zu machen, aber Brown sah sich nicht um. Ich meinte, er habe mir verstohlen einen flüchtigen Blick von der Seite zugeworfen; aber da nicht einmal diese Notiznahme sich wiederholte, glaubte ich mich getäuscht zu haben. Er steuerte mittlerweile in der Nähe der Holzhöfe behutsam durch einige gefährliche ›Brüche‹; es war also unpassend, ihn zu stören. Ich schritt daher leise zu der hohen Bank und setzte mich nieder.
Zehn Minuten lang herrschte Schweigen; dann drehte sich mein Prinzipal um und sah mich eine Viertelstunde lang, – wenigstens kam's mir so lange vor – bedächtig und genau von Kopf zu Fuß an, worauf er mir den Rücken zukehrte. Nach einigen Sekunden wandte er sich mir wieder zu und begrüßte mich mit der Frage:
»Bist du Horace Bixbys Lehrling?«
»Ja, Sir.«
Es folgte eine Pause und eine zweite Musterung. Dann:
»Wie heißt du?«
Ich sagte ihm meinen Namen, und er sprach ihn mir nach. Es ist wahrscheinlich das einzige, was er je vergessen hat; denn obgleich ich mehrere Monate bei ihm war, redete er mich nie anders an als »He!« worauf dann sein Befehl folgte.
»Wo bist du geboren?«
»Zu Florida in Missouri.«
Eine Pause. Dann: