»Verflixt, wärest auch besser dort geblieben!«

Mittels eines Dutzends ziemlich direkter Fragen pumpte er meine Familiengeschichte aus mir heraus. Die Lote waren jetzt in der ersten Kreuzung im Gang. Das unterbrach die Ausforschung. Als das Loten eingestellt war, begann er wieder:

»Wie lang bist du schon auf dem Fluß?«

Ich sagte es ihm. Nach einer Pause:

»Wo hast du die Schuhe gekauft?«

Ich gab ihm die verlangte Auskunft.

»Halte deinen Fuß in die Höhe!«

Ich that's. Er trat einen Schritt zurück, musterte den Schuh eingehend und verächtlich, kratzte sich nachdenklich hinterm Ohr, schob seinen zuckerhutförmigen Hut weit nach vorn, um die Operation zu erleichtern, und rief dann aus: »Na ich will verflixt sein!« und kehrte zu seinem Rad zurück.

Welcher Anlaß vorlag, deshalb verflixt zu sein, ist mir heute noch ebensosehr ein Geheimnis wie damals. Es muß ganze fünfzehn Minuten – fünfzehn Minuten dumpfen, wehmutvollen Schweigens – gewährt haben, bis jenes lange Pferdegesicht sich mir wieder zukehrte – und wie verändert! Es war feuerrot, und jede Muskel darin zuckte. Und nun kam der Schrei:

»He! Willst du den ganzen Tag so dasitzen?«