Es folgte eine lange Pause, dann wurde das harte Urteil verkündigt:

»Wenn der Mann betrunken war und der Knabe es wußte, so hat der Knabe jenen Mann ermordet. Das ist sicher.«

Durch alle Fibern meines Körpers schlich sich ein Gefühl, als müßte ich krank und ohnmächtig umsinken; es war mir wie einem Menschen zu Mute, dem sein Todesurteil verkündet wird. Ich wartete, um zu hören, was mein Bruder weiter sagen würde; mir ahnte, was es sein würde, und ich täuschte mich nicht. Er sagte:

»Ich kenne den Knaben.«

Ich hatte nichts zu sagen, und so schwieg ich. Ich schauderte einfach. Dann fügte er hinzu:

»Ja, ehe du die Geschichte halb erzählt hattest, wußte ich ganz genau, wer der Knabe war; es war Ben Coontz!«

Ich raffte mich aus meiner Betäubung empor, wie einer, der vom Tode aufersteht, und sagte verwundert:

»Ei, wie in aller Welt hast du das erraten?«

»Du hast es im Schlafe gesagt.«

Ich dachte bei mir selbst: »Famos! Das ist eine Gewohnheit, die gepflegt werden muß.«