Mein Bruder plapperte unschuldig weiter:
»Als du im Schlafe sprachst, murmeltest du immerwährend etwas von Streichhölzchen, woraus ich nicht klug werden konnte; eben jetzt aber, als du mir von dem Manne und den Streichhölzchen und dem Stockhaus zu erzählen begannst, erinnerte ich mich, daß du Ben Coontz zwei- oder dreimal erwähntest; und so setzte ich mir denn dies und jenes zusammen – siehst du – und wußte so augenblicklich, daß Ben den Mann verbrannt hat.«
Ich lobte seinen Scharfsinn über die Maßen, und er fragte mich dann:
»Willst du ihn dem Gericht überliefern?«
»Nein,« sagte ich; »ich glaube, daß er sich die Lektion zu Herzen nehmen wird. Ich werde natürlich ein Auge auf ihn haben, denn das gehört sich; aber wenn er in sich geht und sich bessert, soll man nie sagen, daß ich ihn verraten habe.«
»Wie gut du bist!«
»Das nicht, aber ich strebe danach; mehr kann man in dieser Welt nicht thun.«
Und jetzt, da meine Bürde auf andere Schultern gewälzt war, schwanden meine Sorgen und Befürchtungen wie Butter an der Sonne.