»Ja, ja, ich verstehe schon.«

»Wirklich? Na, ich dachte doch, daß ich Sie irgendwie anhaken könnte. Es ist ganz richtig, er ist wieder tot –«

»Wieder? Ist er denn schon früher einmal gestorben?«

»Früher einmal? Bewahre! Glauben Sie denn, ein Mensch hat neun Leben wie eine Katze? Aber, was gilt die Wette – jetzt ist er ganz und gar tot, der arme Junge; hätte ich nur den Tag nie erlebt. Einen bessern Freund wie Buck Fanshaw giebt es nicht auf der Welt. Ich kannte ihn durch und durch – und wenn ich einen kenne und liebe, mit dem bin ich wie zusammengewachsen, das können Sie mir glauben. Solche Kernmenschen findet man nicht wieder, da kann man lange suchen. Keinen Freund hat Buck Fanshaw je im Stich gelassen. Aber nun ist das alles aus – und vorbei. Er hat ihn doch untergekriegt.«

»Wer denn?«

»Nun, der Tod. – Ja, ja, es hilft nichts, wir müssen ihn aufgeben. Eine arge Welt ist’s doch, in der wir leben, nicht wahr? Aber, Meister, das sag’ ich Ihnen, so einen Ringkämpfer wie den giebt’s nicht zum zweitenmal. Es war eine Lust ihm zuzusehen – bloß seine Fäuste brauchte er und freien Spielraum, dann ging’s drauf und dran. Es war ein ganzer Teufelskerl. Ich sage Ihnen, er hielt sich dran, er blieb nichts schuldig.«

»Wie meinen Sie?«

»Nun, er zahlte heim beim Faustkampf, verstehen Sie – wo’s gerade hinging: auf Schädel, Schultern, Brust! Heiliges Donnerwetter! – entschuldigen Sie dieses Wort, aber ich kann nicht alles so sanft und mild herausbringen. Und nun müssen wir ihn aufgeben, es hilft nichts, die Rechnung stimmt. Wenn Sie uns nun beistehen möchten bei der Verpflanzung –«

»Ich soll die Leichenpredigt halten und der Begräbnisfeier beiwohnen?«