[Kapitel 8–18. Seite 104–256.]
Die Thugs. – Von Bombay nach Allahabad. – Die Suttis. – Major Sleeman und die indische Witwe. – ›Pyjamas‹. – Indische Dörfer. – Der geduldige Hindu. – Die Messe von Allahabad. – Ein Bungalow in Benares. – Indische Religionen. – Wegweiser für die Pilger in Benares. – Das Gangeswasser. – Der Verbrennungsplatz der Leichen. – Auf der Moschee. – Der Gott Sri 108 und sein Schüler. – Kalkutta und das Denkmal von Ochterlony. – Nach Dardschiling im Himalaja. – Der Bazar der Tibetaner. – Eine Talfahrt auf der Draisine. – Raubtiere und Schlangen. – Der indische Aufstand. – Tadsch Mahal. – Weitere Reise durch Indien. – Satans Entlassung. – Der Festzug in Jeypore.
Südafrika.
[Kapitel 19–23. Seite 257–330.]
Wonne und Erholung auf einer Seefahrt in den Tropen. – Die Insel Mauritius. – Verwüstungen des Cyklone. – Europäische Kolonien. – Die Delagoa-Bai. – Im Hafen von Durban. – Ein Trappistenkloster. – Politische Zustände in Transvaal. – Die Johannesburger und Jamesons Einfall. – Südafrikanische Goldfelder. – Die Buren. – Der Diamantkrater bei Kimberley. – Große Diamanten. – Im Bureau der De Beers-Gesellschaft. – Cecil Rhodes. – Kapstadt. – Rückfahrt nach England.
Erstes Kapitel.
Vergib und vergiß! Das ist nicht schwer, wenn man’s nur recht versteht: Wir sollen unbequeme Pflichten vergessen und uns vergeben, daß wir sie vergessen haben. Bei strenger Übung und festem Willen gewöhnt man sich leicht daran.
Querkopf Wilsons Kalender.
Montag, 23. Dezember 1895. Von Sydney nach Ceylon in dem P. und O. Dampfer ›Oceana‹ abgesegelt. Die Mannschaft besteht aus Laskaren, den ersten, die ich je gesehen habe. Sie tragen weißbaumwollene Unterröcke und Beinkleider, einen roten Schal als Gürtel; auf dem Kopf einen Strohhut ohne Krempe; gehen barfuß; Gesichtsfarbe dunkelbraun, Haar kurz, glatt und schwarz; schöner Schnurrbart, glänzend, seidenweich und tiefschwarz. Sanfte, gute Gesichter; willige, gehorsame Leute, auch arbeitstüchtig. Doch sagt man, daß sie in der Stunde der Gefahr vor Angst völlig den Kopf verlieren. Sie kommen von Bombay und der benachbarten Küste.
Die ›Oceana‹ ist ein großes, prächtig ausgestattetes Schiff, das alle Bequemlichkeit bietet; es hat geräumige Promenadendecks, große Zimmer und eine gut ausgewählte Offiziersbibliothek, was nicht häufig vorkommt … Zu den Mahlzeiten wird man durch Hornsignale gerufen, wie auf Kriegsschiffen; man ist froh das schreckliche Gong einmal los zu sein … Wir haben drei große Katzen an Bord, sehr leutselige Bummler, die sich auf dem ganzen Schiff herumtreiben; die weiße Katze folgt dem Proviantmeister überallhin wie ein Hund; auch ein Korb mit jungen Kätzchen ist da. Wenn das Schiff in den Hafen kommt, sei es in England, Indien oder Australien, so begibt sich der eine Kater ans Land, um zu sehen, wie es seinen verschiedenen Familien ergeht, und man bekommt ihn erst wieder zu Gesicht, wenn das Schiff im Begriff ist, die Anker zu lichten. Woher er das Datum der Abfahrt weiß, kann niemand sagen; vermutlich kommt er täglich nach dem Hafendamm und sieht sich um; wenn viel Gepäck an Bord geschafft wird und die Passagiere sich einfinden, merkt er daran, daß es auch für ihn Zeit ist, wieder das Schiff zu besteigen. Wenigstens glauben das die Matrosen …